Blogtheorien.

Eine soziologische Fragestellung:
Warum schreiben Menschen öffentliche Tagebücher im Internet?

Das Veröffentlichen von persönlichen und teils privaten Meldungen im Internet ist zur Mode geworden. Zigtausende mehr oder weniger fleißig gefütterte Blogs gibt es weltweit. Tendenz steigend. Es stellt sich die Frage, warum diese Menschen das machen. Ist es die Lust an kleinem Ruhm, der Schritt zurück vom Cocooning (bzw. Hikikomori)? Oder ist es schlichtweg eine technische Modeerscheinung wie die des Tamagotchi, die erscheint und einige Zeit später wieder im Erdboden verschwindet? Sozusagen ein "One-Click-Wonder"?

Aus der regen Nutzung eines Blogs als Autor ergibt sich eine weitere Fragestellung:
Verändert regelmäßiges Bloggen den Autor?

Meine Hypothesen:

1. Regelmäßiges Bloggen verändert die Wahrnehmung der Umwelt, da die grundsätzliche Frage den Alltag begleitet, welches Ereignis "blogfähig" wäre bzw. gemacht werden könnte.

2. Regelmäßiges Bloggen erhöht die Reflexionsfähigkeit des Autors, da Erlebnis und Niederschrift desselben zeitlich versetzt sind und der Akt des Bloggens eine hinreichende Reflektion des Erlebnisses bedingt.

... to be continued ...


Montag, 06.02.2012 · nach oben · drucken · bookmarken

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